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Kosten beim Haus

 

 

 

Kosten und Preise einer Wärmepumpe bzw Erdwärmeheizung im Eigenheim
Die Wärmepumpe konnte in den letzten Jahren einen rasanten Anstieg verzeichnen. Gerade im Einfamilienhaus-Bereich wollen immer mehr Bauherren Ihre künftigen Energiekosten so niedrig wie möglich halten. 

Dies ist auch der wichtigste Grund warum Häuslebauer bei der Wahl der Heizungsart auf eine Wärmepumpe zurückgreifen. Ist doch der Verbrauch gegenüber einer herkömmlichen Heizung wie z.B. Ölheizung oder Gasheizung (Brennwerttechnik) deutlich geringer. Hier kommen je nach Hausgröße Einsparungen von zwischen 500 € bis 1000 € zu Stande. Sollten sich die Gas- und Ölpreise in den nächsten Jahren weiterhin so verteuern, von dem auch ausgegangen werden muss, so sind die Einsparungen künftig noch viel höher anzusetzen als zum heutigen Zeitpunkt.
 
Dem gegenüber stehen selbstverständlich erst einmal die Kosten für die Anschaffung, die deutlich höher ausfallen als bei der herkömmlichen Heizungsart. 
 
Es gibt unterschiedliche Arten der Wärmepumpe:
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Sole-Wasser-Wärmepumpe
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpe
 
Die häufigste Art die in Deutschland eingestzt wird ist die Sole-Wasser-Wärmepumpe gefolgt von der Luft-Wasser-Wärmepumpe. Bei der Ersteren werden zusätzlich noch Bohrungen mit Erdsonden als Primärkreislauf benötigt. Diese Art der Wärmepumpe ist jedoch auch effektiver als die Luft-Wasser-Wärmepumpe.
 
Beispiel: Haus mit 120 m² Wohnfläche (ohne beheizbaren Keller) 
Beschreibung Ca.-Preis
Luft-Wasser-Wärmepumpe 12.000 € 
Sole-Wasser-Wärmepumpe inkl. Bohrungen, Erdsonden und Anschluss 18.000 € 
   

In manchen Gebieten in Deutschland ist es neuerdings Pflicht (Auflage in der Baugenehmigung) die Erdsonden in den Bohrungen zusätzlich zu verpressen, d.h. die Sonden müssen komplett von Beton ummantelt sein. Dies macht einen Mehrbedarf je nach Hausgröße von 500 € - 1.500 € aus.

Erwähnt werden muss, dass Sie eine Einsparung im Bereich der Hausanschlüsse haben, denn der Gasanschluss in Höhe von 1.500 € bis 2.500 € wird selbstverständlich nicht mehr benötigt. Gerade für Bauherren die Ihr Grundstück in der zweiten Reihe haben und somit eine verlängerte Gasleitung zum Haus benötigen sollten sich daher überlegen auf eine Wärmepumpen-Heizung zurückzugreifen. Denn die Hausanschlüsse können hier schnell die 3.000 € Grenze erreichen.

Auch Hausbauer die auf Flüssiggas oder eine Ölheizung auf Grund fehlender Gasleitung zurückgreifen müssten, ist die Wärmepumpe eine echte zukunftsweisende Alternative. 

Kommentare und Erfahrungen (20)add comment feed

Ungläubiger sagt:

  so...wir wohnen jetzt auch schon seit drei Monaten in unserem neuen Heim haben die Luftwärmepumpe für die Heizung und die Luftwärmepumpe für Wasser installiert und alles funktioniert einwandfrei. Trotz dieses wirklich kalten Winters lässt die LWP keine Bedenken aufkommen.
Die Kosten für unser komplettes System Heizung LWP/Fußbodenheizung/Dämmung und Wasser LWP inkl.Warmwasserspeicher/300l beliefen sich auf insgesamt 15.000 Euro.
Die Fußbodenheizung verlegen, inkl.140er Fußbodendämmung, das anschließen, befüllen und entlüften hatten wir in zwei Tagen zu zweit erledigt.

Was nun bei den jährlichen Kosten rauskommt, müssen wir noch abwarten. Richtig rechnen kann man das eh erst nach dem zweiten Jahr in Betrieb, wenn auch die Wärmepumpe optimal eingestellt ist und das Haus eine Akkufunktion übernommen hat.

Mein Nachbar hatte im ersten Jahr doppelt soviel bezahlt, wie er jetzt zahlt(WP mit Flächenkollektor/40€/Mon./Heizung/Wasser bei 125 m² Wohnfläche und 4 Pers.).

Also mal schauen. wie sich das alles bei uns entwickelt.

Wir zahlen übrigens 14,96 cent/kwh/brutto.
Das wären bei 5000Kw/h genau: 68,87 €/ Monat/inkl. Grundgebühr

Wir haben übrigens auch 5 Jahre Garantie auf die Wärmepumpen.

Gibt es das bei Brennwertgeräten eigentlich auch oder gilt da nur der Standard?


03.02.2010

Woody sagt:

  Einmal ein Kurzkommentar zur finanzmathematischen Seite: Analog zu obigen postings gehe ich einmal von einem Finanzbedarf von €18.000 aus. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren, einem konstanten Zinssatz von 5% habe ich bei jährlicher Zahlungsweise einen Zinsaufwand von ca €544 pa und bei monatlicher Zahlungsweise von ca €512 pa.
06.01.2010

OJDM sagt:

  Ein Blick auf die Kosten für Wärmepumpenstrom vs Gaspreis reicht um ungläubig zu werden.

Bei uns in Sachsen-Anhalt liegt der Wärmepumpenstrom zwischen 0,13 - 0,16 Euro / kWh. Die Gaspreise bei 0,06 Euro / kWh.
Daraus folgt alle Wärmepumpen die im Echtbetrieb einen COP (Umwandlung Umweltenergie mit WärmepumpenStrom zu nutzbarer Heizenergie) von mindestens 4 nicht schaffen, sind in den variablen Kosten schon unrentabel!

Bei der Vielzahl der "Luft-Pumpen" die ich derzeit in eingen Wohngebieten sehe, wird mir ganz übel.
Die meisten Bauträger verkaufen WP von Nischenanbieter (siehe "Volks-Wärmepumpen"), wie sollen diese Pumpen eine Leistungzahl von 4 schaffen und dann noch 20 Jahre halten?

Wie wir in den letzten Monaten gesehen haben, wird Strom als "veredelte" Energie tendenziell / stärker in der Teurung steigen als Primärenergie.

Erinnert Euch an den Boom der Nachtspeicheröffen.
Nachdem der Markt mit diesen "Geräten" durchsetzt war, haben die Versorger die Preise massiv angezogen.
Wer wirft dann aber ein 20.000Euro WP-Geräte-Invest mal schnell aus dem Haus?
Die Gastherme mit max 2000-3000Euro schreibe ich gedanklich in 5-10 Jahren ab.

Für alle die sich einen Gasanschluss "leisten" können, sollten diesen auf jeden Fall ins Haus legen lassen.
Vaillant, Buderus und Viessmann testen derzeit Wärmepumpen mit Gas "befeuert" / angetrieben in einigen Kundenanlagen.
Diese Anlagen werden in 5 Jahren auf den Endverbrauchermarkt und zu vernünftigen Preisen kommen. Stellt Euch vor: man kann dann eine WP mit primärenergie antreiben, dann wird ein echter Umweltgewinn draus. Und dann sieht es für elektrische WP düster aus.

Grüße
OJ
10.11.2009

theo sagt:

  hmmm, nu hab ich mich hier komplett durchgelesen und bin noch irretierter wie vorher. ok, folgendes. haus 1911, grundfläche etwas über 60m², dach wird neu gedeckt ausgebaut dämmung ect, wohnfläche dann ca 130m², aussendämmung wird angebracht, neue fenster, heizung jetzt nachtspeicher, zu beheizende räume dann 8 also 8 heizkörper, frage welche heizung wird empfohlen zu welchen etwaigen kosten. nicht die unterhaltskosten, sondern die anschaffungskosten. möglich wäre auf grund der baulichen vorraussetzungen öl, wärmepumpe, solar, holz mit puffer usw. oder kombi. es darf gern an meine mailaddi ( Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können ) geschrieben werden.

für brauchbare, konstrucktive tips und vorschläge, danke im vorraus theo
28.10.2009

Jan Harm grosse Deters sagt:

 
Dank Wärmepumpe unter 620,00 € Heiz-, und Warmwasserkosten im Jahr.

Nach Inbetriebnahme meiner Wärmepumpe am 14.08.2009 kann ich nur
über positive Erfahrungen mit der Wärmepumpe berichten.
Die Verbrauchsdaten über eine einjährige Laufzeit liegen vor. Der Stromverbrauch zur Heizung und Warmwasseraufbereitung wurden täglich aufgezeichnet und ausgewertet.
Durch den ersten Bericht vom 15.11.2008 wurde das Interesse bezüglich meiner Erfahrung vielfach geweckt, so das jetzt nach einem Jahr Laufzeit das Ergebnis mitgeteilt werden sollte.

Allen Skeptikern, davon der auch ich mich anfangs nicht ganz freisprechen konnte und die mit Interesse meine Erfahrungen mit der Wärmepumpe verfolgten, kann ich nur sagen.
Die Entscheidung zur Wärmepumpe ist aus meiner Sicht nach Ablauf des Ersten Betriebsjahres positiv verlaufen.
Noch effizientere Einstellungen der Wärmepumpenanlage durch den Hersteller Mefus & Frisch anhand der ermittelten Daten und täglichen Aufzeichnungen werden Zukünftig noch einige Euros gespart werden.
Auf Grund des ersten Erfahrungsberichtes Oktober 2008 wurde immer wieder nachgefragt:

Wie hat es mit der Wärmepumpe in diesem langen kalten Winter geklappt.
Wird es bei mit deiner Wärmepumpe auch bei tiefen Temperaturen warm.
Funktioniert das System wirklich ohne zusätzlichen Heizstab.
Hast Du die Heizgewohnheiten verändert?
Warum hast Du keine Unterstützung durch Solarenergie.?
Alle derartige Fragen konnten durch Belege und Überzeugung vor Ort beantwortet werden.
Ich kann nur feststellen die Entscheidung zur Wärmepumpe hätte ich viel früher treffen sollen. Die Wärmequelle Erde hat auch in den kalten Wintermonaten mit einer Energiequellentemperatur von über 11,0° C sehr gute Werte erzielt. Auch die Leistungskapazität der Wärmepumpe hatte noch ausreichende Reserven. Es hätte demnach noch bedeutend kälter werden können und es hätte immer noch gereicht.
Die von mir im Vorfeld aufgestellten Berechnungen und Informationen haben sich gelohnt und wurden bestätigt.
Der Energieeinsatz für die Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser inklusiv der erforderlichen Umwälzpumpen übertreffen die in meiner Vorkalkulation ermittelten Werte von 667,00 € netto/ Jahr, mit 620,00€ noch mit satte 47,oo € pro Jahr.

Nach meinen Verbrauchsberechnungen, hochgerechnet mit einer Gaspreiserhöhung von jährlich 5 % hätte ich in 10 Jahren ca. 28.400,00 €, und in 20Jahren eine stattliche Summe von ca. 75.000,00 € für den Gasbezug gezahlt.
Die Stromkosten aus Erdwärmenutzung, ebenfalls ausgehend von einer jährlichen Strompreiserhöhung von 5 % nach 10 Jahren betragen dagegen lediglich ca.7800,00 € und nach 20 Jahren ca. 20.600,00 €.
In 10 Jahren beträgt die Energiekosteneinsparung ca.20.600,00 €
Bei einer Nettoinvestition von 19.844,00 € sind meine Geldaufwendungen nach gut 9 Jahren erwirtschaftet. Ab dann arbeitet meine Erdwärmeanlage mit Gewinn.
In 20 Jahren beträgt die Energiekosteneinsparung ca. stolze 54.000,00 €
Summen die nachdenklich machen!
Weitere Energiesparmaßnahmen „Wärme oder Strom aus mit Solaranlagen hat sich bei der auf mein Haus abgestimmte Wärmepumpe nicht gerechnet. Die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen würde sich rein rechnerisch erst nach über 20 Jahren einstellen.
In der Alternative „Erdwärme“ sah ich die einzige Möglichkeit, ohne bauliche Veränderungen komplett vom Gas loszukommen und nebenbei das Haus noch kostengünstig zu beheizen.
Wichtiger Nebeneffekt, Ich schone die Umwelt „und es wird dem Gaslobbyisten Paroli geboten.“

mit freundlichen Grüßen
Jan Harm große Deters

29.09.2009

Ricc sagt:

  In Euren Rechnereien sind (finde ich) viel zu viele "Schönfaktoren". Die Zinsen für die Mehrkosten einer Wärmepumpe zu berechnen ist doch Quatsch, oder wisst Ihr wie jeder seine Heizung finanziert? Öl- und Gaspreise werden steigen - klar, aber auch die Strompreise! Ihr berechnet den Gasanschluss, was ist mit der Gasleitung im Haus, dem Anschluss der Heizung, den Zählerkosten? Bei einer Gas- oder Ölheizung kann man, außer den Heizkörpern kaum was selber machen. Meine Luft-Wärme-Pumpe habe ich komplett selber installiert. Ich brauchte nicht einen Installateur.
Neben den Kosten sind aber auch andere Dinge entscheident: der Komfort und die persönliche Einstellung. Ich würde immer wieder eine Wärmepumpe mit Lüftungsanlage nehmen. Keine Gasleitung am Haus, kein Schornstein, keine Vorgaben wo die Heizung stehen muss, keine Verschwendung beim Lüften, Kühlung im Sommer. Klar kann man bei wenigen Fahrkilometern eine alte Klapperkiste fahren um die Mehrkosten zu sparen, man kann die paar Kilometer aber auch in einem vernünftigen Auto genießen.

@Bautigger: 18000€ Mehrkosten? Dann bist Du ein absolut mieser Verkäufer. Ich hab zwar "nur" ne LWP, aber diese hat gerade mal soviel gekostet. Und da ist die gesamt Heizanlage drinne, die komplette Fußbodenheizung inkl. Dämmung, eine Integrierte Lüftungsanlage, die komplette Wasserinstallation mit Hausanschluss und das ganze Abwassersystem. Ich brauchte was Heizung, Wasser und Abwasser betrifft absolut nichts weiter kaufen! Dabei kann ich sagen, dass ich nicht gerade einen günstigen Anbieter genutzt habe. Selbst kleine Bauteile sind von Grohe. Ein Kumpel von baut auch gerade und nutzt eine Gas.Brennwerttherme. Rechnet er die gesamte Sanitärinstallation dazu (war bei mir ja auch dabei) bezahlt er vielleicht 5-6T€ weniger. Und die wären mir schon die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wert und die damit gesparten Heizkosten wert.

@Maurermeister: "aber eine wand muss "schnaufen" können" Na was denn das? Also ich reguliere den Feuchtigkeitshaushalt über die Lüftung und kippe mein Wasser nicht durch die Wand. Denn eine nasse Wand isoliert überdimensional weniger als eine trockene. Eine Wand hinter Styropor atmet nicht? Da hast Du Dich schlecht informiert. Meine Mauern sind innen wie außen in Styropor eingepackt (komplett eingeschlossen) und komischer Weise wurde der Beton hart und sogar sehr schnell trocken. Übrigens schlägt sich Wasser immer an kalten Stellen ab. Meine Wände haben einen Grad weniger als die Raumtemperatur, wieso sollte sich da an den Wänden Wasser sammeln und Schimmel bilden? Das kälteste im Inneren eines Hauses sind immernoch die Fenster und das ist gut so, den Glas schimmelt nicht so einfach. Egal womit man baut, wird es ordentlich gemacht und natürlich regelmäßig gelüftet, bildet sich nirgendwo Schimmel.

Gruß Ricc
Hausbau-Isorast
17.09.2009

Robert sagt:

  Hallo Zusammen,
ich finde die Tausend aussagen richtig Super, Sie verwirren mich nur noch mehr, kann mir den jemand vielleicht sagen bzw. einen realistischen Tip geben welche Heizung Empehlenswert für mich wäre, habe ein Reihenmittelhaus und muss meine Luftheizung und die gesamten Rohrleitungen sanieren, Dach ist bereits saniert. Gas habe ich im Haus und 3000 Liter Öl Tanks mit denen wird die Luftheizung betrieben Verbrauch im letzten Winter (7 Monate geheizt) 920 Liter.
Warmwasser über Strom, für ausreichende Infos wie Info Adressen wäre ich euch dankbar, Grüßle Robert
02.09.2009

Peti sagt:

  Die Vertreter der verschiedenen Meinungen in diesem Forum haben alle eines gemeinsam. Sie haben alle recht!
Ich habe eine Wärmepumpe in meinem Neubau installieren lassen und ich würde es wieder tun.
Ob man dabei am Ende Geld spart oder nicht ist doch zunächst eine Frage der Entwicklung der Öl- und Gaspreise in den nächsten Jahren.

Hier kurz meine Erfahrungen und Meinungen:
Der Einbau einer Wärmepumpe bedeutet nicht automatisch, dass man Energie spart. Da spielen noch ganz andere Dinge eine wichtige Rolle.

Dämmung:
Die Dämmung des Hauses ist ein ganz wichtiger Faktor! Eine vernünftige Dämmung ist zunächst einmal viel wichtiger als die Art der Heizung.
Je besser die Dämmung, umso weniger muss man heizen! Eine bessere Dämmung bedeutet also immer eine Energieeinsparung.

Aber!
Jeder kennt das Problem mit Schimmel an den Wänden, entweder aus den Medien oder schlimmstenfalls aus eigener Erfahrung. Ob sich Schimmel bildet oder nicht hängt zunächst davon ab, ob die Wände nass sind oder nicht, und das wiederum ist eine Frage des Taupunktes (relative Luftfeuchtigkeit und Temperatur). Mehr dazu an dieser Stelle nicht. Nur soviel sei gesagt: Bei ordnungsgemäßer Ausführung aller Bau- und Dämmarbeiten im Zusammenspiel mit regelmässiger ausreichender Lüftung der Wohnung oder des Hauses zum Entfernen der Feuchtigkeit ist Schimmelbildung nahezu ausgeschlossen. Aber wer weiß denn schon was "ausreichende Lüftung" bedeutet, obwohl die Hauptbegründung für Schimmelbildung vor allem von Vermietern meistens mit "unzureichender Lüftung" angegeben wird. Ausserdem wird bei jedem Lüften wieder Energie zum Fenster raus "geworfen"! ...und hier kommt ein zweiter wichtiger Faktor ins Spiel. Eine kontrollierte Be- und Entlüftung ist wichtiger zwecks Energieeinsparung als der Einbau einer Wärmepumpe. Wenn man bedenkt, dass etwa 40% der Heizenergie durch Lüften verloren gehen, dann macht der Eibau einer "zentralen!!!" Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung auf jeden Fall Sinn und rechnet sich auf jeden Fall nach einigen Jahren, ganz zu schweigen vom Komfort immer frische Luft im Haus zu haben.
Durch den Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung spart man nicht nur Energie, sondern man kann nun auch bei der Größe der Wärmepumpe "sparen", das schont auch den Investitionsgeldbeutel enorm. Man sollte allerdings nur bei der Größe der Wärmepumpe sparen und nicht bei der Tiefe der Solebohrung oder der Größe des Flächenwärmetauschers.

Nun zur Wärmepumpe:
Dass es verschiedene Wärmepumpentypen mit unterschiedlichem Wirkungsgrad gibt, wurde in diesem Forum schon mehrfach erwähnt.
Alle diese Wärmepumpen werden mit elektrischem Strom betrieben. Wer sich aus umweltpolitischen Gründen für eine Wärmepumpe entscheidet, der sollte dafür Sorge tragen, dass die Wärmepumpe auch mit Öko- bzw. Solarstrom betrieben wird. Denn betrieben mit Strom aus einem Kraftwerk mit gerademal 40% Wirkungsgrad ließe sich der Umweltgedanke fast nicht mehr vertreten. Da kann man auch gleich selbst mein Öl oder Gas zu Hause verbrennen - mit besserem Wirkungsgrad.

Fakten:
Einfamilienhaus 200m² Wohnfläche auf zwei Etagen, Sole-Wasser-Wärmepumpe 5,6kW Heizleistung, Vorlauftemperatur 28/32°C, Fussbodenheizung, Bohrtiefe 99m, Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Kühlfunktion im Sommer, Ganzjahres-Innen- Temperaturen Min 20°C - Max 22°C,

Mehrkosten für Wärmepumpe und Solebohrung:
9.000,-EUR
Mehrkosten für Lüftungsanlage:
7.500,-EUR

Gesamter Stromverbrauch der Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser in einem drei Personen Haushalt von 25.01.2008 bis 25.01.2009 -> 720.-EUR
Geheizt wurde dabei das gesamte Haus incl. Diele Flur und aller Zimmer.

Zusammenfassung:
Die Hauptersparnis bringt eindeutig die Dämmung.
Die Lüftungsanlage spart ebenfalls enorm, bringt sehr viel Komfort und verhindert Schimmelbildung. Lüften? ...Nie wieder! Mücken? ...Nie wieder! Verbrauchte Luft? ...Nie wieder!
Die Wärmepumpe ist am Ende noch eine Frage der Überzeugung, deren Amortisationszeit stark von der Entwicklung der Öl- und Gaspreise abhängt.
Die Solebohrung aber bringt wieder Komfort, da die kalte Sole im Sommer zum Kühlen der zugeführten Frischluft dient und das für wenige Cent pro Tag.
Schwitzen? ...Nie wieder!

Ich würde es genau wieder so machen, aber hier eine Warnung:
Mancher Heizungsbauer hat überhaupt keine Ahnung worauf es bei Wärmepumpenanlagen ankommt. Ich hätte mein blaues Wunder erlebt, hätte ich dem ersten Angebot zugesagt!
14.05.2009

Wissenshungriger sagt:

  Tja, also ich versuche mich nun schon seit zwei Jahren mit der Erdwärmepumpe (EWP) für unser Haus zu beschäftige. Das tue ich ja nun nicht jeden Tag sondern in großen Abständen. Erstaunlich ist das so seit einem Jahr ( seit die Gaskosten in die Höhe schnellen ) die Werbung für diese Art der Heizung sehr voran getrieben werden und die Argumente bei den Kosten immer verbissener ( aggressiver ) vertreten werden.
Beide Seite -Ungläubige -Bautigger haben gute Argumente. Es kommt glaube ich darauf an zu welchem Zwecke ich die EWP brauche. Neubau oder Altbau und dazu natürlich die Größe der Wohnfläche. Grade an der Wohnfläche liegt der Dreh- und Angelpunkt. Ich hab z.B. ein Haus (Bj.1935) mit 300m² Wohnfläche, Grund-Neuaufbau 2000. Und ich tendiere zu Bautigger's Ansicht. Aus folgenden Gründen.

Kosten ( und ich mach einfach mal nur eine ganz grobe Rechnung - also bitte deswegen nicht böse sein und sich darüber aufregen ) der Gasheizung ( hab ich zur Zeit )
- Gasanschluss : 2000,-
- Heizung (Brenner) : 3000,-
- Jährliche (Stand 2009) Kosten : 2000,- Gas, 400,- Wartung Repa. übrige = rund 2400
- also in 10 Jahren hab ich rund 29000,-€

Kosten der EWP ( bei Freunden auch mit rund 300m² )
- Pumpeneinbau rund 18000,-
- Jährliche Kosten 800,- Strom und alles übrige
- also in 10 Jahren rund 26000

So nun noch dazu im Vergleich 130m² Haus
- Gas (bei Gasverbrauch von 1500,-€) rund 20000,-€
- EWP rund 24000.-€

Wie gesagt nur ganz grob und nicht eingerechnet Eigenleistung ( könnte bei EWP und Oberflächenschleifen 3000,-€ und bei Gas 1300,-€ betragen ). Alle Zins- und Förderspielereien sind noch ein zusätzliches Leckerli und hab ich ausgespart da die Bedingungen zuuu vielfältig sind. Auch gehe ich davon aus das diese Kosten nur bis zum ersten Heizkörper bestehen.
Somit steht für mich fest - Je größer die Wohnfläche um so eher lohnt sich die EWP (aber auch nur wenn man sowieso eine neue Heizung benötigt)

also in diesem Sinne bb und allzeit eine gute Jagt nach Ideen
24.04.2009

Bautigger sagt:

  @Ungläubiger
Lese bitte mal meinen Bericht noch mal genauer durch.
Ich sprach von 18.000,- MEHR - Kosten somit ist die Zinsbelastung auch eie MEHR-Belastung. Sorry, wenn ich das nicht richtig rübergebracht habe.
Ich habe normal nix gegen Wärmepumpen (Stell Dir vor, die verkaufe ich sogar und verdiene damit mehr als wenn ich eine Gas-Brennwerttechnik verkaufe). Was mich nur stört, ist die derzeitige Marketingkampagne und die Aussage, dass eine Wärmepumpe das Alheilmittel sei.
Das ist es eben nicht.
(Die Gastherme natürlich auch nicht)
Ich kann mir das natürlich auch schön hinrechnen mit Eigenleistung, die horrenten Kosten für Neuanschaffungen etc. vergessen, aber das ist jedem seine Sache. Grundsätzlich ist es aber so, dass je weniger Energie mein Haus braucht, umso uninteressanter sind solch hohe Anschaffungskosten. Altes, ungedämmtes Haus, evtl. sogar noch mit Schwimmbad im Keller..Wärmepumpe Super!
Ich Kauf mir bei einer jährlichen Fahrleistung von 500km nicht ein Superspardiesel, der in der Anschaffung 10.000,-€ mehr kostet.

Nemen wir also mal Deine Daten für die Rechnung:
Kosten Gasbrennwert 850,- Gas zzgl. Kaminfeger, zzgl. Stromkosten Lt. Berechnung aktueller Berechnung 878,- Variable Kosten, Fixkosten (Kaminfeger, Abschreibung, Verzinsung, Gas-Grundgebühr, Gasanschluss Reparaturen, Wartung = 2470,-€ Also Gesamtkosten für Gasbeheizung 3349,-€ zzgl. Tilgung 300,85€(sind zwar buchhalterisch keine Kosten aber Zahlen muss ich sie auch.) Somit Gesamtaufwand Gas = ca. 3649,-€
Nun das Ganze für Sole WP 457,- Heizung 70,- Warmwasser = 517,- (Wenn Du die zahlen nicht glaubst, sezte hier Deine "Wunschzahlen" ein) also variable Kosten 517,- nun kommen aber Fixkosten (s.O. von 4708,-€) drauf und eine Tilgung von 597,- € und Du erhälst Gesamtkosten von 5832,- €!
Gas 3649,- zu 5832,- € Energiepreise wurden vom 13.01.09 verwendet.
Wie gesagt, wennDir Die Stromkosten zu hoch erscheinen rechne hat mit 1€ Stromkosten pro Jahr, dann geht die Rechnung immer noch nicht auf.

Viel Spaß beim rumrechnen ;o)

Viele Grüße

Bautigger
PS: Nix für Ungut und dane fürs konstruktive Miteinander
23.02.2009

Der Ungläubige sagt:

  @Bautigger
Das ist natürlich wieder mal eine "Überzeugungsberechnung"! gerade bei neuen Häusern rechnen sich die Wärmepumpen, da sie nicht wie beschrieben nur 350 € im Jahr, sondern wesentlich mehr einsparen. Die Verbrauchskosten einer Gasbrennwertheizung in einem modernen Haus (2005) liegen bei einer vierköpfigen/sparsamen Familie, inkl. Warmwasser, bei ca. 850€ (lokaler Versorger).
Bei einer Wärmepumpe habe ich natürlich "nur" die jährlichen Energiekosten, die sich aber bei richtiger Einstellung und richtiger Art der Wärmepumpe auf mindestens die Hälfte der Kosten für Gas reduzieren lassen.Also den Einbau sollte ein Fachmann übernehmen der dies in Seminaren und auf Schulungen gelernt hat und nicht nur im Wärmepumpenstrom mitschwimmt um viel Geld zu verdienen. Denn meistens ist das der Grund für die nicht so optimal funktionierenden Wärmepumpen.
Diese Betriebe sind, glaube ich, zertifiziert und stehen in einer Liste. Achso weiter zu den Kosten... Das Rechenbeispiel mit 1000 € Zinsen im Jahr ist ja der Horror....wo hat Bautigger das denn her. Außerdem, wenn er schon die Heizungsanlage mitfinanziert, dann hat er die Zinsen für die Gasbrennwertanlage vergessen, die ja dann bei ca.650€ liegen müssten...richitg???? Ich glaube das jeder Bauherr/in inzwischen soweit sein solllte, das er die Heizungsanlage entweder bar aus denm Eigenkapital bezahlt oder bei entsprechendem Einkommen einen zinslosen Kredit der Wfa bekommt. Bei einer vierköpfigen Familie kann man da immerhin bis zu 82000€ zinslos bekommen. Also weg mit den Zinsen! Weiterhin kann bei der WP ne ganze Menge Eigenleistung erfolgen,z.B. Verlegen der Fußbodenheizung=Kinderspiel, bei Erdkollektor:selbigen Verlegen(nach Verlegeplan=Kinderspiel)....im Gegenteil dazu Gasbrennwertheizung kann ich als Bauherr/in garnix machen...also komplett Fachbetrieb!
So nun nochmal zu den Kosten: Einbau Gasbrennwertheizung kompl.: ca:15000€ /- inkl. Gasanschluss/ ( zusätzliche Heizquelle(z.B. Ofen(2-3000€)) Schornstein(2500€) Schornsteinfeger Heizmittel (zusätzlicher Raum) diese Punkte lasse ich jetzt mal nicht in die Berechnung einfließen).
Kosten WP: 18 -20000€, mit ein bisl Eigenleistung. Ergo: ca.5000 € Mehrkosten, die ich aber in 2 Jahren wieder raus habe. Außerdem bin ich wie gesagt nicht Gasabhängig...siehe nur Gaspipeline/Ostsee aus Russland. Die haben ja bald, mit 60 % Gasbelieferung für Deutschland, ein MONOPOL! Also nach oben mit dem Gaspreis...und das nicht zu knapp...da werden sich einige wundern.

@Bautigger: Deine Rechnung trifft nicht im entferntesten zu!!! Gibt es eine prinzipielle Abneigung gegen WP?
09.02.2009

Bautigger sagt:

  Sorry, Bei 18000,- Mehrkosten sind es nicht 1000,- Zinden sondern nur 900,-€...Ändert aber natürlich nix am Ganzen... ;o)
01.02.2009

Bautigger sagt:

  @Maurermeister
Bezüglich des Atmens der Wand gebe ich Dir 100% recht. Man sollte ja nicht sein Haus mit Styropor kaputtdämmen und sich dann wundern wenn nach ein paar Jahren der Schimmel kommt. (Auf nem Käse OK, aber bitte nicht im Haus ;o) )
Wenn Dämmung, dann diffusionsoffen aus nachwachsenden Rohstoffe. (Damit meine ich nicht Mineralwolle ;o) )
Das Mit der Wärmepumpe ist für neue, top gedämmte Häuser völliger Quatsch.
Kurze Milchmädchenrechnung gefällig? Holzhaus, aktueller Dämmstandart (ca. KFW60), 140m² Wohnfläche.
Heizkosten mit Gas ca. 600,-€/Jahr. Strom (übrigens aus leckerer Kohle und nettem Atomstrom..) ca. 220,- €
Also Einsparung ca. 380,-pro Jahr.
Mehrkosten für Erdwärmewäpu. ca. 20.000,-€ Zinsmehrbelastung bei 5% = 1000,-€ pro Jahr. Aber ich hab ja noch 380,- weniger an meine ENBW zu zahlen. SUPER Investition so ne Erdwärmepumpe. Bis sich die Heizung rentiert, müssten die Energiepreise etwa 6x höher als jetzt sein. (Aber Strom wird ja nicht teurer...gell, nur Gas) Wenn das in 20 Jahren so ist und sich meine Wärmepumpe anfängt zu rentieren schreiben wir das Jahr 2019 und der Sparschlaufuchs hat ne Uralte Wärmepumpe im Keller. Der Gasheizer (oder Öl) kauft sich dann von seinem bis dahin eingesparten Geld (für gesparte Zinsen) die neuste Superheizung aus dem Jahre 2019. Was auch immer das sein wird.
Wenn man das ganze noch mit Schwedenofen koppelt wird die Erdwärme-Wärmepumpe noch schwachsinniger. Denn dann brauch man ja noch weniger zuheizen und die Einsparung durch die Wärepumpe ist ja noch weniger wie die oben erwähnten 380,-€.
Lasst Euch nicht für doof verkaufen! Bei alten, verbrauchsstarken Häusern ist das ne gute Sache.
Ähnlicher Vergleich? Du fährst 300 Kilometer Auto im Jahr. Weil Dein altes Auto 12Liter Superplus auf 100km verbraucht least Du Dir doch auch nicht den neuen Daimler A Klasse Bluetec Diesel für 600,-/ Monat um Geld zu sparen.
Immer DAS GANZE betrachten.
Gesundes Bauen....Bautigger
01.02.2009

maurermeister sagt:

  tja freunde das ist ja alles recht und gut aber ich denke eine erdwärme-heizung wird sich immer rentieren. da wäre zum einen das ich keinen gasanschluss brauche (evtl. zusatzbelüftung für den brennerraum, der ja mind. 9 m2 gross sein muss), keinen öltank, keinen raum für pellets/öl/holzlager, keinen kamin, keine gebühren für den schornsteinfeger, keine explosionsgefahr, kein gestank nach der öllieverung im haus etc, bis 1500€ zuschüsse bekomme, keine so hochwertigen fenster brauche, evtl. auf die aussendämmung verzichten kann.
wir packen ja alles immer schön ein, aber eine wand muss "schnaufen" können --> die schimmelgefahr ist sehr hoch denn keiner weiss was da drunter brodelt wenn alles gedämmt ist und nichts mehr diffusieren kann. eine 4 köpfige familie verdampft in einer woche ca. eine badewanne voll wasser (kochen, bad, ausdünstungen), wo soll das wasser hin. ich bin fest davon überzeugt das sich eine erdwärmeheizung immer rentiert wenn ich neu baue. und obwohl man eine fusbodenheizung braucht (man muss auch mal die ganzen heizkörper die man bei öl/gas braucht gegenrechnen)einen sogenannten schwedenofen, bei der heutigen dämmerei muss ich auch noch dafür sorgen das der luft bekommt, sonst ist erstickungsgefahr angesagt. also wie gesagt es wird sich sicherlich rentieren, es kann uns ja auch keiner einen preis für gas/öl garantieren.
30.11.2008

Nero2400 sagt:

  @ Bautigger,
endlich einmal eine vernünftige Aussage, die nicht von irgendwelchen Herstellern kommt. Im übrigen gilt dies in ähnlicher Weise für die Sanierung von Altbauten, hier werden gern die Investitionskosten runtergerechnet. Im Mietwohnungsbau ist eine kostendeckende Investition auf eine sogenanntes KfW-haus 60 unterm Strich unrentabel.
23.11.2008

Steffen sagt:

  Nu, die Vergleiche zwischen Gas-Brennwert und Wärmepumpe sind ja interessant, jedoch fehlt mir ein Faktor: Gas wird teuerer werden, wieviel ? das können wir nur spekulieren. Doch das sich der Gaspreis in 20 Jahren verdoppeln wird, da sind wir uns alle sicher einig. Ebenso die Wartungskosten Schornstein, der benötigt wird bei der Gasheizung. Außerdem hält die Wärmepumpe nachmeinen Informationen länger als eine Gas. Heizung oder wie Ihr die Situation ?

Viele Grüße ans Forum und herzlichen Dank für die Reaktionen.

Steffen
www.highlinedesign.de
26.10.2008

Bautigger sagt:

  @Bauamateurin
Keine Gasleitung da? Dann spart man sich die 2-3000,- € Kosten für die Gasleitung und versenkt einen Gastank im Garten. Die Tanks kann man Mieten oder Kaufen. Und wenn es der Brenner techn isch mal kann, dann befüllst Du den Tank mit Biogas und heizt auch noch ökologisch.
Ideal wäre, sich von einem Ingenieurbüro das ideale Heizsystem berechnen zu lassen. (Das sollte aber unsabhängis sein und kein Interesse daran haben einem was zu verkaufen. Daher finde ich Berechnungen von Hersteller- oder Insatallationsbetrieben meistens nicht "neutral")
Aber das Geld sparen sich fast alle Bauherren.
Die "eierlegende Wollmilchsau" gibt es bei den Heizungen leider nicht. Aber bei keinem meiner Berechnungen (wie gesagt, beschäftige ich mich damit beruflich) war eine Sole- Wärmepumpe rentabel da die Häuser so wenig Heizenergie benötigten, dass die Energiekosten kaum noch eine Rolle spielen.
@ Baulöwe:
Stimmt. In 20 Jahren kann ich den Strom dann selber nutzen.....für meine 20Jahre alte Wärmepumpe... Ob die dann noch funktioniert?
PV Anlagen sind super, aber ich denke in 20 Jahren steht irgend was "Anderes" in meinem Keller. (Was auch immer, ich bin gespannt ;o) )

24.10.2008

Bauamateurin sagt:

  Zu Bautigger's Aussage:
Man sollte vielleicht noch in Betracht ziehen, dass manche keine Option haben, sich "günstig" einen Gasanschluss zum Grundstueck bzw Haus legen zu lassen und dass man fuer Oel oder Holzpellets ein groessere Hausflaeche planen muss, damit Platz fuer Öltank oder Holzpelletlagerung vorhanden ist. Das sind Mehrkosten, die nicht in Ihrem Rechenbeispiel einkalkuliert sind, vermute ich.
Ich denke, gibt es auch bei einem energiesparenden Haus keine pauschale Antwort, ob sich ein Waermepumpe lohnt oder nicht lohnt. Es ist ein Rechenspiel und muß auf die persönliche Gegebenheiten und Wünsche angepasst werden.
z.B. sind in Ihrem Vergleich die Mehrkosten Bodenheizung mit einkalkuliert, die bei einer Wärmepumpe geraten wird oder sogar Pflicht? Wenn man eine Gas oder Oelheizung mit Bodenheizung möchte, ist die Differenz zur Erdwärmepumpe vielleicht kleiner.
30.09.2008

Baulöwe sagt:

  Anders sieht das natürlich aus, wenn man gleichzeitig eine ausreichend dimensionierte Photovoltaikanlage betreibt. Die rechnet sich jetzt v.a. durch Einspeisevergütung nach 20 Jahren durch die gesparten Energiekosten = 0 €
21.09.2008

Bautigger sagt:

  Für ein modernes Einfamilienhaus (in Deutschland)halte ich eine Wärmepumpe wirtschaftlich für völligen Quatsch!
Ein modernes, energiesparendes Haus verbraucht so wenig "Brennstoff" (egal in welcher Form), dass sich die Investitionskosten NIE armortisieren.
Eine Beispielrechnung: EFH Haus mit 150m² Wohnfläche
Kosten für Gas bei Gasbrennwert. Ca. 500,-€ / Jahr
Mehrkosten der Wärmepumpe (Sole Wasser) gegenüber Gasbrennwert realistisch 18.000,- € (Ich kenne die aktuellen Preise, da ich beruflich BEIDE Systeme verkaufe). Einsparung von Energiekosten (subvensionierter Kohle/Atom..Strom) gegenüber Gas ca. 350,- € im Jahr.
Die Mehrkosten von 18.000,- kosten mich jedoch ca. 1000,- € Zinsen / Jährlich!
Ich bezahle also jedes Jahr ca. 650,-€ mehr. (Zwar nicht an meinen Öl-/ Gaslieferant sondern an meine Bank)
Man ist natürlich nicht mehr von Öl und Gas abhängig. Nur noch vom Stromlieferant. (Frage: Wie entwickelt sich der Strompreis, wenn Öl und Gas teurer wird ??)
Anders sieht die Rechnung natürlich aus, wenn ich voneinem viel höheren Energieverbrauch ausgehe. Zum Beispiel bei alten, schlecht gedämmten Häusern oder große Häuser mit Schwimmbad etc.
Faustregel: Je weniger Energie mein Haus (vielleicht sogar auch durch zusätzlicen Schwedenofen) verbraucht, um so unsinniger ist eine Wärmepumpe.
15.09.2008

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