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Hallo hubbi, wir haben gerade ein Haus mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpenanlage gebaut. Ich habe mich vorher intensiv mit der gleichen Frage beschäftigt. Grundsätzlich stellt sich die Frage aus meiner Sicht nur bei Neubauten oder älteren Häusern, bei denen nicht nur die Heizungsanlage erneuert werden muss sondern der Bauherr auch gewillt ist diverse Energieeinsparmaßnahmen wie bessere Dämmung, neue Fenster, etc. durchzuführen. Ihre Frage lässt sich aus meiner Sicht nicht pauschal beantworten, die Kosten sind von vielen Faktoren abhängig, die die Energieeffizienz einer solchen Anlage beeinflussen. Wir haben ein unserem EFH mit 175 qm Wohnfläche nur Fußbodenheizung (FBH) da diese mit einer Vorlauftemperatur von max. 28 Grad auskommt. Normale Radiatoren benötigen einen Vorlauf von ca. 55 Grad. Dann haben wir für das EG nur Fliesenbeläge gwählt da diese nach Granit den besten Wärmedurchlasskoeffizienten haben. Bei Holzbelägen, Laminaten etc., die vielleicht sogar schwimmend verlegt sind, reagiert die FBH sehr träge. Im schlechtesten Fall müsste man die Vorlauftemperatur erhöhen, ggf. sogar die Tiefenbohrungen größer dimensionieren. Dann wurde die Gebäudehülle sehr luftdicht ausgeführt. Der Blower-Door-Test brachte ein Ergebnis von 0,66. Zwar haben wir Fenster gewählt, die mit einem K-Wert von 1,1 (Verglasung) dem heutigen Standard entspricht, die Wärmedämmung im Dachgeschoss ist jedoch 24 cm dicke Rockwool. Zudem wurden Decken und Dachschrägen aus Rigips thermisch entkoppelt. Und wer dann so ein luftidchtes Haus hat kommt nicht umhin eine kontrollierte Wohnraumbelüftung einzubauen, sonst sitzen Sie in Ihrem eigenen Mief und es bildet sich Schimmel da die Feuchtigkeit (Bad, Küche, etc.) nicht diffundieren kann. Zudem kommt die Feuchtigkeit hinzu, die die Bewohner erzeugen. Ein 3-Familienhaushalt erzeugt täglich bis zu 14 Liter Wasser. Wenn die Energie, die Sie aus der Erdwärme gewinnen nicht ausreicht, müssen sie die Heizpatrone (Elektroheizstab) hinzuschalten lassen. Wenn Ihre Anlage nicht genug Leistung bringt den Energiebedarf (bei uns 21 Kwh oder 2,1 Liter Öl für Heizenergie) zu decken. Denken Sie daran dass auch das Brauchwasser Energie benötigt. Die Heizstabfunktion würde sich entsprechend oft zuschalten, die Stromkosten erhöhen. Wir haben den Heizstab deaktiviert, das Brauchwasser ist um die 48 Grad warm. Ab uns zu schalte ich ihn manuell an, aber nur um eventueller Legionellenbildung (die sterben erst bei ca. 60 Grad) vorzubeugen. Alles in allem zieht die Wärmepumpe durchschnittlich 40 Euro Stromkosten pro Monat. Den WP-Strom bietet unser Energieversorgen zu einem günstigeren Tarif über einen zweiten Zähler an, ich meine es wären 14 Cent zzgl. MwSt je Kwh. Mein Tipp: um eine Wärmebedarfsberechnung kommen Sie sowieso nicht herum, die Anlage von einem Betrieb installieren lassen, die das professionell betreibt, keinen Heizi, der das erst fünfmal gemacht hat, beauftragen. Wartungskosten iHv ca. 200 Euro pro Jahr berücksichtigen.
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