|
Da beim Hausbau von Beginn an Strom benötigt wird, um die notwendigen elektrischen Geräte betreiben zu können, ist ein Baustromverteiler von Nöten. Ein Baustromverteiler ist ein mobiler Elektroverteiler mit Steckdosen für Wechselstrom und Drehstrom, der auf Baustellen zum Einsatz kommt. Er ist mit einem flexiblen Kabel mit dem Hausanschlusskasten der Baustelle oder einer Verteilerstation verbunden und sichert die Stromzufuhr.
Einen Baustromkasten erhält man von einem Elektriker seiner Wahl oder von dem Elektriker der Hausbaufirma. Für das Gerät wird jede Woche Miete fällig, auch wenn noch kein Baustrom verwendet wird, deshalb sollte man ihn nicht zu früh aufstellen lassen, um Kosten zu sparen. Wenn Bauherren einen Stromanschluss beantragen, können sie auswählen, ob sie zusätzlich zu dem Hausanschluss auch Baustrom für die Bauzeit in Anspruch nehmen wollen. In der Regel ist Baustrom jedoch teurer als der Tarif des normalen Stroms. Der Bauherr selbst muss für die, bei der Aufstellung des Baustromkastens anfallenden Kosten und den verbrauchten Baustrom aufkommen.
Wenn auf dem Grundstück bereits ein Stromanschluss vorhanden ist kann man diesen nutzen, um Kosten zu sparen. Oder man kann mit den Nachbarn eine Vereinbarung treffen. Allerdings muss man dies gründlich absprechen, damit auch immer jemand zu Hause ist, wenn die Bauarbeiter Strom benötigen. Natürlich muss auch die Baufirma damit einverstanden sein. Ein Elektriker kann einfach einen Zwischenzähler einbauen, um den Stromverbrauch dokumentieren zu können.
Die Kosten des Baustromverbrauchs und die Bereitstellung des Baustromverteilers, während einer Bauphase von drei bis sieben Monaten, betragen durchschnittlich zwischen 450 und 700 Euro. Allein der Mietpreis beträgt ca. zehn bis zwanzig Euro pro Monat, exklusiv Aufstellung, Abholung und anfallender Kosten. Für den Bau eines Fertighauses fallen geringere Kosten an, da sich die Bauzeit über einen wesentlich kürzeren Zeitraum erstreckt. Viele Anbieter machen Sonderpreise für den Baustrom, allerdings muss sich der Kunde dann auch verpflichten seinen Strom für den Hausanschluss in Zukunft ebenfalls von demselben Anbieter zu verwenden. Die Preise sind auch regional unterschiedlich und variieren innerhalb der Anbieter. Wer welche Kosten übernimmt wird vertraglich festgelegt. Häufig sorgt der Auftraggeber für die notwendigen Anschlüsse und der Auftragnehmer übernimmt die Kosten für den verbrauchten Strom.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Baustromverteiler abgebaut und der Zähleranschlusskasten im Haus angebracht.
|