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Effizienzhaus wird zum Standard für Energie sparendes Bauen |
Der Begriff
„Effizienzhaus“ steht künftig für die erste Liga der Energie sparenden
Häuser. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee hat gemeinsam mit der
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Deutschen Energie-Agentur
(dena) die neuen Förderprogramme sowie ein Qualitätssiegel zum
energieeffizienten Bauen vorgestellt.
Die Bezeichnung
„Effizienzhaus“, die für beides gelten wird, ist aus einem Wettbewerb
hervor gegangen, an dem sich der Bundesverband Deutscher Fertigbau
(BDF) als Partner beteiligt.
Das Siegel „Effizienzhaus“ macht den Hausbaumarkt besser
überschaubar. Denn damit werden nur solche Häuser ausgezeichnet, deren
Energieeffizienz deutlich besser ist, als dies der Gesetzgeber fordert.
Das Gütesiegel wird zum Inkrafttreten der neuen
Energieeinsparverordnung (EnEV) eingeführt, voraussichtlich also zum 1.
Oktober 2009. Dann können zum Beispiel Fertighaushersteller ihre
besonders energiesparsamen Häuser mit diesem Label bewerben; Eigentümer
können es auch nach dem Bauabschluss für ihr Fertighaus erhalten.
„Wer das Effizienzhaus-Siegel für sein Haus haben möchte, muss
die energetische Qualität durch einen qualitätsgesicherten
Energieausweis in einem standardisierten Verfahren bestätigen“,
erläutert dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. Jedes Haus wird nach
Fertigstellung durch einen qualifizierten Fachmann vor Ort begutachtet.
Auch Fertighäuser, die bereits vor dem Bau als „Effizienzhäuser“
beworben werden, müssen diesen Prüfprozess durchlaufen.
„Der BDF begrüßt eine verbesserte Qualitätskontrolle der
Effizienzhäuser, denn sie gibt den Baufamilien mehr Sicherheit, für ihr
Geld auch tatsächlich ein Effizienzhaus zu bekommen“, sagt
BDF-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas. Die Fertigbau-Branche
verspricht sich von schärferen Kontrollen einen Wettbewerbsvorteil,
denn die Qualität von Fertighäusern ist auf Grund ihrer industriellen
Produktion zuverlässiger zu gewährleisten, als dies im konventionellen
Bauablauf möglich ist.
„Die zukünftige Förderung durch die KfW sollte bei den
besonders energiesparenden Effizienzhäusern als Impulsgeber operieren,
damit neuen und besonders sparsamen Gebäuden zum Marktdurchbruch
verholfen werden kann“, fordert Klaas. Er schlägt deshalb vor, neben
der bekannten Zinsverbilligung auch einen attraktiven direkten Zuschuss
an die Bauherren solcher Häuser auszuzahlen. In der ab 1. April 2009
neuen KfW-Förderung „Energieeffizient Bauen“ tragen die einzelnen
Förderstufen ebenfalls die Bezeichnung „Effizienzhaus“.
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