Fertighäuser sind Effizienzhäuser - Neue Vorschriften verändern den Hausbau

Das Jahr 2009 macht Bauherren zu vorbildlichen Energiesparern. Seit Januar ist das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in Kraft und im Sommer bewirkt eine neue Verordnung, dass Neubauten viel besser gedämmt werden müssen als bisher. Die nächsten Schritte sind für 2012 geplant.

“Wer heute baut, sollte schon an die Energiespar-Vorschriften von morgen denken und in die Energieeffizienz seines Hauses investieren”, rät der Hauptgeschäfts-führer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau (BDF), Dirk-Uwe Klaas.

Dass Häuser in Zukunft weniger Energie verbrauchen sollen, ist ein vorrangiges Ziel der Politik. Aus gutem Grund, denn in Deutschland wird die meiste Energie nicht etwa für Industrie oder Verkehr, sondern zum Heizen von Gebäuden verbraucht. Deshalb müssen Altbauten aufwändig saniert werden und neue Bauvorhaben immer höhere Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen. Bauherren können also davon ausgehen, dass die Energiepolitik künftig noch stärkeren Einfluss auf den Hausbau haben wird.

Wärmegesetz und Einsparverordnung

So gilt seit dem 1. Januar 2009 das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Seitdem müssen bei jedem Neubau erneuerbare Energien oder ersatzweise eine verbesserte Dämmung eingesetzt werden. „Bauherren sollten die Wahlmöglichkeiten des Wärmegesetzes ausnutzen und in eine zukunftssichere Dämmung investieren“, rät Dirk-Uwe Klaas. So spart die Dämmung eines modernen Fertighauses etwa 100 Jahre lang Heizkosten, während die Heizungsanlage nach 20 Jahren wieder ausgetauscht werden muss.

Die wichtigste Änderung im Baurecht wird aber die Novelle der Energieeinspar-verordnung (EnEV) sein. Diese Verordnung stammt aus dem Jahr 2002, doch sie wurde bereits 2004 und zuletzt 2007 überarbeitet. Voraussichtlich im Juli 2009 wird die neue „EnEV“ für Neubauten einen um 30 Prozent niedrigen Jahres-Primärenergiebedarf und einen um 15 Prozent geringeren Wärmeverlust der Haushülle vorschreiben. Doch weil damit die Ziele des Klimaschutzpakets der Bundesregierung noch nicht erreicht sind, ist für 2012 eine erneute Senkung des Energiebedarfs um weitere 30 Prozent vorgesehen.

Kommen die Verordnungen wie geplant, muss in drei Jahren die energetische Qualität jedes Neubaus etwa einem heutigen „KfW Energiesparhaus 40“ entsprechen. Ein Blick in die Zukunft der Energiespar-Vorschriften lohnt sich für Bauherren also im eigenen Interesse: Zwar darf jetzt noch entsprechend der EnEV 2007 gebaut werden, doch wäre ein solches Haus schon 2012 zumindest auf dem Papier ein Energieverschwender. Und was heute noch als besonders sparsames Bauvorhaben mit Fördermitteln belohnt wird, ist dann schon gesetzlich vorgeschriebener Mindeststandard.

Fertigbau-Unternehmen entwickeln Effizienzhäuser

Die deutschen Hersteller von Holzfertighäusern haben sich - bedingt durch ihren natürlichen Baustoff - schon sehr früh mit ökologischem Bauen und der Konzeption von Energieeffizienzhäusern beschäftigt. Ihre Bauweise verschafft ihnen einen Vorsprung bei der Wärmedämmung und die industrielle Vorfertigung sorgt dafür, dass die Häuser auch tatsächlich die geplante Energiespar-Qualität erreichen. „So erfüllen Fertighäuser auch künftige Anforderungen an die Energieeffizienz schon heute – und zwar mit vergleichsweise wenig Aufwand“, sagt Dirk-Uwe Klaas.

Im Ergebnis können besonders sparsame Häuser sogar besonders gut aussehen. Ein Beweis dafür ist der bundesweite Wettbewerb „Effizienzhaus – Energieeffizienz und gute Architektur“ des Bundesbauministeriums und der Deutschen Energie-Agentur dena, an dem sich der BDF als Partner beteiligt. Wie attraktiv moderne Energieeffizienzhäuser in Fertigbauweise sind und welches Sparpotenzial in solchen Häusern steckt, erfahren Bauinteressenten in einem kostenlosen Ratgeber des BDF.

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