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Bei Fertighäusern setzt Holz feine Akzente an der Fassade |
Neben Putz und Klinker erobert Holz die Fassaden von
Einfamilienhäusern. Wer sich unter einer Holzfassade bisher eher
Rustikales aus Lönneberga oder Bullerbü vorgestellt hat, findet vor
allem an modernen Fertighäusern edle Fassadenelemente aus Holz, die
ausgezeichnet mit anderen Materialien harmonieren.
„Bauherren können
die farbliche Gestaltung und die Größe der Holzflächen weitgehend frei
wählen“, so Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes
Deutscher Fertigbau (BDF). Das Ergebnis sind Häuser für
Individualisten, die sich vom Einheitslook deutscher Neubaugebiete
wohltuend abheben.
Viele Hersteller moderner Energiesparhäuser in Fertigbauweise
bieten nach Wunsch eine flächendeckende Holzfassade oder nur ein
ansprechend verkleidetes Stockwerk im Naturlook an. Ganz in Holz
eingekleidet und gerne mit kräftigen Farben zeigt sich das
traditionelle Schwedenhaus, das für einen entspannten nordischen
Lebensstil steht. Besonders gefragt sind leuchtende Rot- und Gelbtöne,
ganz wie in Skandinavien. Die Alternative ist eine klassische weiße
Putzfassade, auf der hölzerne Farbtupfer um Fenster und Türen ihre
Akzente setzen.
Holzflächen betonen die Architektur
Holzfassaden gibt es mit waagerechter oder senkrechter
Ausrichtung der Holzprofile. Die Richtung bestimmt, genau wie bei
Parkettböden, die Optik. Eine waagerechte Ausrichtung lässt den mit
Holz verschalten Gebäudeteil breiter aussehen. Mit einer senkrechten
Ausrichtung der Elemente wird dagegen eine aufstrebende Optik erzielt,
die das Gebäude höher erscheinen lässt. Auch die Breite spielt eine
Rolle: Schmale Profile erzielen eine filigrane und leichte Optik,
während breitere Hölzer der Fassade ein imposantes Aussehen geben,
vergleichbar mit der Wirkung von Landhausdielen. Großformatige
Holzwerkstoffplatten sorgen schließlich für ein flächiges und eher
glattes Erscheinungsbild.
Ein besonderes Design-Highlight setzt die Holzfassade, wenn
sie als Teilverschalung in Verbindung mit anderen Materialien
eingesetzt wird. Mit einer kräftigen Farbschicht gliedert die
Holzfassade optisch die Architektur des Gebäudes. Aber auch unlackiert
macht sie eine gute Figur: Durch das Sonnenlicht nimmt das Holz im
Laufe der Jahre eine grau-silbrige Patina an, die besonders in
Süddeutschland sehr geschätzt wird und die dem Haus einen natürlichen
Charakter verleiht.
Gut geschützt hält Holz dauerhaft
Ob lackiert oder Natur pur: Die Fertighaus-Hersteller verwenden
für naturbelassene Fassaden nur wetterbeständige Holzarten, zum
Beispiel Lärche oder Eiche. Auch Hölzer wie Fichte oder Douglasie sind
als Fassade geeignet, benötigen aber einen regelmäßigen Anstrich mit
Lacken, Lasuren und speziellen Ölen. Damit die Fassade dauerhaft
ansehnlich bleibt, ist vor allem ein guter konstruktiver Holzschutz
nötig. Dabei schützt ausreichend dimensioniertes Vordach vor
Schlagregen und eine gut funktionierende Hinterlüftung der Fassade
sorgt dafür, das Wasser ungehindert ablaufen kann. Richtig konstruiert,
hält eine Holzfassade über Generationen und setzt attraktive Akzente am
Eigenheim.
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