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Meist wenden Bauwillige viel Zeit für die sorgfältige Auswahl von Fliesen und Wasserhähnen auf – mit Recht. Wenig Interesse zeigen sie jedoch oft für den unterirdischen Bauraum – mit hohem Risiko.
Denn: Wie kommt das Wasser ins Haus hinein und wieder hinaus?
Dieser Aspekt wird – bei aller Liebe zum Detail – auch von manchem Architekten unterbewertet. Die böse Überraschung kommt, wenn das Haus steht. Die Dusche im Fitness- und die Waschmaschine im Hauswirtschaftskeller können nur über eine elektrisch betriebene Hebeanlage an den vorhandenen Kanal in der Straße angeschlossen werden. Dabei fehlen vielleicht nur wenige Zentimeter Höhenunterschied, um ein Ablaufen des häuslichen Schmutzwassers im freien Gefälle zu gewährleisten.
Um so etwas zu vermeiden, sollte bereits vor dem ersten Spatenstich ein Tiefbau-Fachplaner hinzugezogen werden. Ansonsten sollte der Architekt diese Aufgabe übernehmen. Er kümmert sich um fachliche Belange ebenso wie um die „Bürokratie“: Welche Anträge sind wo zu stellen? Die zumeist kommunalen Ver- und Entsorgungsunternehmen stellen oft spezielle Anforderungen an die Ausführung der Grundstücksanschlüsse.
Da geht’s um Fragen wie: Dürfen Regen- und Schmutzwasser in einer Leitung zusammenfließen? Werden Schächte als Kontrollmöglichkeit benötigt, wie groß müssen sie sein? Welche Genehmigungen werden für den Bau der Leitung in der kommunalen Straße benötigt? Hier ist oftmals auch die Einschränkung des öffentlichen Straßenverkehrs erforderlich!
Zu klären ist ebenso: Welcher Bauunternehmer ist berechtigt, die Anbindung der Grundstücksanschlüsse an die kommunalen Kanäle auszuführen? Wer garantiert für eine mangelfreie Ausführung der Grundstücksanschlüsse? Viele Hürden sind zu nehmen, bis die Einleitgenehmigung vom zuständigen Unternehmen für Abwasserentsorgung vorliegt. Der Fachplaner mit seinem technisch und verwaltungsrechtlich fundierten Wissen überwindet sie gern für Bauwillige.
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